Video | Interview | Gropius Bau 2026

Mehrangis Montazami-Dabui

Kreuzberg: Kunst und Migration seit 1960

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1969 zog die Filmemacherin Mehrangis Montazami-Dabui nach West-Berlin, wo sie ab 1972 an der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin (DFFB) studierte. Der Dokumentarfilm Analphabeten in zwei Sprachen (1975), der während ihres Studiums entstanden ist, untersucht exemplarisch die Situation der Kinder von sogenannten Gastarbeiterinnen aus der Türkei an Kreuzberger Schulen. Dabei verwebt er Aufnahmen des städtebaulich vernachlässigten Bezirks, statistische Erhebungen und bildungspolitische Veranstaltungen mit persönlichen Erfahrungsberichten von Lehrkräften, migrantischen Schülerinnen und Eltern.
Der im Titel benannte Analphabetismus erscheint darin nicht als Defizit der Kinder, sondern als Produkt einer Schulverwaltung, die sie in Vorbereitungsklassen sortiert, in denen es an Platz, an Lehrkräften, an Material und an einem Weg zurück in den Regelunterricht fehlt.

Das Interview mit Mehrangis Montazami-Dabui fand im Rahmen der Ausstellung Kreuzberg: Kunst und Migration seit 1960 statt.

Kamera und Schnitt: Luis Kürschner

Verfügbar seit 4. September 2026

2 Min

Deutsch

Englisch