
„Spaß machen“, so Henze, solle sein 1966 im Rahmen der Berliner Festwochen uraufgeführtes Konzert Musen Siziliens – dem Publikum ebenso wie den ausführenden Musiker*innen. Gleiches dürfte sich auch Johannes Brahms gedacht haben, als er in mannigfaltiger Liaison mit dem „wienerischen“ Dreivierteltakt seine Liebeslieder-Walzer für Gesang und Klavier zu vier Händen komponierte. Der RIAS Kammerchor Berlin widmet sich beiden Werken beim Musikfest Berlin, gemeinsam mit dem Klavierduo GrauSchumacher, das laut Süddeutscher Zeitung „das Klavierspiel für vier Hände perfektioniert“ hat, und Instrumentalist*innen der Jungen Deutschen Philharmonie. Als atmosphärischer Opener erklingt Henzes entrückt-geheimnisvolles Notturno. Die Leitung übernimmt Gregor Meyer.
Programm
Hans Werner Henze (1926–2012)
Notturno (1995)
für Blasinstrumente, Kontrabass und Klavier
Serenade für Klaus Rainer Schöll
Musen Siziliens (1966)
Konzert für gemischten Chor, zwei Klaviere, Bläser und Pauken
auf Eklogen-Fragmente des Vergil
Johannes Brahms (1833–1897)
Liebeslieder (1868/69)
Walzer für vier Singstimmen und Klavier zu vier Händen op. 52
Mitwirkende
GrauSchumacher Piano Duo
Ensemble der Jungen Deutschen Philharmonie
RIAS Kammerchor Berlin
Gregor Meyer – Leitung
Aufzeichnung des Konzerts durch