Text | Essay | Berliner Festspiele 2026
Gustaf Gründgens’ Rückkehr nach Berlin
„Die Cocktail Party“ von T. S. Eliot bei den Berliner Festwochen 1951: Ein Gastspiel des Düsseldorfer Schauspielhauses
Gustaf Gründgens gilt als eine der legendärsten und zugleich umstrittensten deutschen Theaterpersönlichkeiten. Der Schauspieler, Regisseur und Intendant wird 1899 in Düsseldorf als Sohn einer rheinischen Industriellenfamilie geboren und stirbt 1963 in Manila auf einer Weltreise. Seine Lebensrolle, den Mephisto in Goethes Faust I, verkörpert er erstmals 1932 – und dient damit später Klaus Mann als Vorlage für die Figur des Hendrik Höfgen in seinem Roman Mephisto (1936). Während des Nationalsozialismus nimmt Gründgens Karriere Fahrt auf. Er wird von Hermann Göring protegiert, gefördert und schließlich 1934 zum Intendanten der Preußischen Staatstheater ernannt. Einerseits gilt er als Vorzeigekünstler des Dritten Reichs und erzielt als kultureller Repräsentant des Regimes ein außergewöhnlich hohes Jahreseinkommen von 200.000 Reichsmark. Andererseits verweigert er die Mitwirkung an Propagandafilmen wie Jud Süß, versteckt jüdische Mitarbeitende und unterstützt andere bei der Emigration. Nach Kriegsende macht sich der Theatermacher unter anderem als Leiter des Düsseldorfer Schauspielhauses und des Deutschen Schauspielhaus Hamburg einen Namen, zudem verzeichnet er zahlreiche Bühnenerfolge als Regisseur und Schauspieler.
Mit dem äußerst ambivalenten Verhältnis von Gustaf Gründgens zur Berliner Theaterlandschaft der Nachkriegszeit sowie mit seinem vom Publikum geliebten, von der Kritik jedoch als aus der Zeit gefallen bewerteten Gastspiel Die Cocktail Party (T. S. Eliot) im Rahmen der ersten Berliner Festwochen im Jahr 1951 hat sich Matthias Rädel auseinandergesetzt. Rädel ist seit 2006 stellvertretender Geschäftsführender Direktor und Leitender Controller an der Deutschen Oper Berlin sowie designierter General Manager der Bayreuther Festspiele. Er ist darüber hinaus Autor des Buches Selbstverständnis und Identität des Opernhauses in Berlin-Charlottenburg.
Die ersten Berliner Festwochen begannen mit der Wiedereröffnung des Schiller-Theaters und dauerten vom 5. bis zum 30. September 1951. Als Leiter der Organisation und Durchführung des Festivals war Heinz Tietjen benannt worden, zu dieser Zeit Intendant der Städtischen Oper. Tietjen war es gelungen, seine Karriere, die in der Weimarer Republik begonnen hatte, während der Zeit des Nationalsozialismus nahtlos fortzuführen und zu beschleunigen: Er glitt von einem politischen System in das nächste.[1] Tietjen pflegte eine lange Freundschaft zu Gustaf Gründgens und wollte diesen anlässlich der Festwochen zur Rückkehr auf eine Berliner Bühne bewegen. Dies gelang – und so spielte Gründgens im Rahmen eines Gastspiels des Düsseldorfer Schauspielhauses in sieben Aufführungen des von ihm selbst inszenierten Stückes Die Cocktail Party[2] von T. S. Eliot im Schiller-Theater. Der Andrang nach Karten war bei keiner anderen Veranstaltung der Berliner Festwochen derart groß wie bei diesen Gründgens-Auftritten. Mehr als eine Nacht standen bzw. lagerten die Fans vor der Vorverkaufskasse, um eine der begehrten Eintrittskarten zu erlangen. Dabei wurden sogar mehr Aufführungen angeboten als ursprünglich geplant.
Vier herausfordernde Jahre hatte es gedauert, Gründgens wieder nach Berlin zu locken, da er mit der Stadt im Unfrieden auseinandergegangen war. Bis Kriegsende hatte Gründgens siebzehn Jahre als Regisseur, Schauspieler und (General-)Intendant in Berlin gewirkt. Tietjen und er hatten die damalige Theaterlandschaft der Hauptstadt maßgeblich mitbestimmt und geprägt. In dieser Zeit entstand Gründgens’ starke emotionale Bindung an Berlin, er sprach selbst „von seiner Liebe zu dieser Stadt“.[3] Nach Kriegsende und neunmonatiger russischer Gefangenschaft – eine „Russenangst“[4] war die Folge – ging er im März 1946 einen Vertrag als Darsteller und Regisseur am Deutschen Theater ein, das der sowjetischen Militärbehörde unterstand. Doch Gründgens sehnlichste Hoffnung war es, wieder als Intendant zu arbeiten, denn in dieser Rolle sah er seine eigentliche Bestimmung – und zwar an einer West-Berliner Bühne. Ein Wunsch, der sich nicht erfüllen sollte. Resigniert verließ Gründgens 1947 Berlin, um Generalintendant der Städtischen Bühnen Düsseldorf zu werden. Rückblickend bilanzierte er: „Ich bin seinerzeit schweren Herzens von Berlin fortgegangen und war eigentlich erstaunt, dass man mich so gehen liess. Ich hatte damals keinen anderen Grund zu gehen als den, dass ich die Position, die Berlin für mich übrig hatte, unangemessen fand. Das ist keine Frage des äusseren Prestige, sondern eine des Gefühls für Mass und Ordnung; ein Gefühl, das die Berliner Bevölkerung – als Masse immer unbestechlich und instinktiv reagierend – mir gegenüber nie verloren hat.“[5]
Kaum war Gründgens in Düsseldorf angekommen, wuchs das West-Berliner Interesse an ihm. Noch im Jahr 1947 kam es zu einem inoffiziellen Treffen mit seinen treuen Befürwortern Ernst Reuter und Heinz Tietjen in Berlin. Das Gespräch blieb jedoch folgenlos, Gründgens schloss eine Rückkehr nach Berlin kategorisch aus, obwohl, wie es Tietjen schilderte, Reuter „mit Engelszungen auf ihn eingeredet“[6] hatte. Erst als Tietjen zur Spielzeit 1948/49 wieder die Leitung der Städtischen Oper übernahm, hatte er eine Funktion inne, die es ihm erlaubte, Gründgens konkrete Vorschläge zu unterbreiten. Neben einer Opernregie[7] bot Tietjen Anfang des Jahres 1949 Gründgens ein Gastspiel in der Städtischen Oper an, Anlass war das Goethe-Jahr zum 200. Geburtstag des Dichters. Gründgens konnte sogar selbst bestimmen, wann er kommen wollte, mit welchem Stück und mit wie vielen Aufführungen. Der Kostenaspekt spielte überhaupt keine Rolle, es ging einzig und allein um die Rückkehr von Gründgens nach Berlin: „[A]ntworten Sie mir gelegentlich, wie Sie über die Durchführung eines Wiedererscheinens des Künstlermenschen Gründgens in Berlin denken, das […] von dem gesamten Publikum mit großem Jubel begrüsst würde. Ein solches Gastspiel Ihrerseits in Berlin hätte über alles Berlinische hinaus europäische Bedeutung! Ihr alter Freund Tietjen“.[8] Gründgens gab gesundheitliche Gründe für seine Absage an: „Wenn ich mich in Berlin wieder zeige, muss ich im Vollbesitz meiner Kräfte sein“.[9] Tietjen ließ sich durch die Absage aber nicht entmutigen und versuchte nun die politischen Funktionsträger für ein mögliches Gründgens-Gastspiel zu gewinnen: „Ich stehe auf dem Standpunkt, dass es gar nicht so wichtig wäre, dass Gründgens um den Goethe-Geburtstag herum nach Berlin kommt, sondern dass er überhaupt kommt und hier mal wieder zeigt, wie man Schauspiel spielt!“[10] In der Folge war es der Stadtrat für Volksbildung Walter May, der sogar unter Einbeziehung der Düsseldorfer Stadtverwaltung versuchte, Gründgens für ein Faust-Gastspiel zu gewinnen. Auch dies gelang nicht. Aber May blieb in Kontakt mit Gründgens.[11]
Immer wieder erreichten May, aber auch Oberbürgermeister Reuter, Briefe von Berliner*innen, zum Teil versehen mit umfangreichen Unterschriftensammlungen, die die Bitte enthielten, mit Gründgens über eine Berlin-Rückkehr als Intendant zu verhandeln. May wusste, wie empfänglich Gründgens für derart positive, emotionale Reaktionen der Berliner Bevölkerung war, und bat daher in seinen Antwortschreiben darum, Gründgens diesen Wunsch persönlich zu kommunizieren.[12] Da Publikum und Presse mit der Entwicklung der Theatersituation in Berlin seit Kriegsende zunehmend unzufrieden waren, man sprach bereits von einer „Theaterkrise“, wuchs auch das städtische Interesse an einer Verpflichtung von Gründgens. Die allgemeine, mit dieser Personalie verknüpfte Hoffnung bestand darin, wieder das maßstabsetzende, „kulturelle Theaterzentrum“ Deutschlands zu werden, das man einst gewesen war.[13] Diese Hoffnung wurde auch von der Berliner Bevölkerung geteilt. So machte zu dieser Zeit der Witz die Runde: „Ich denke, die Bundesregierung will wieder nach Berlin. Auf was wartet sie eigentlich? Auf Gründgens!“[14]
Nun stand am 22. Dezember 1949 der 50. Geburtstag von Gründgens an. Diesen wollten Stadtrat May und Oberbürgermeister Reuter für ein offizielles Schreiben der Stadt Berlin nutzen, um neben Glückwünschen[15] die Bitte nach einer Rückkehr direkt auszusprechen. So schrieb Reuter: „In Verbindung mit der Wiederherstellung des Schiller-Theaters möchte ich den Gedanken an Sie heranbringen hierher zurückzukehren.“[16] Unter Wiederholung der für ihn schmerzhaften Gründe seines Fortgangs aus Berlin sagte Gründgens nur wenige Tage später seine Gesprächsbereitschaft zu, um, wie er sagte, „ganz offen die Möglichkeit oder Nichtmöglichkeit einer Arbeit in Berlin zu besprechen. Nehmen Sie diese Zeilen als einen Auftakt zu unserer Unterhaltung, bei der Sie einen gelassenen und sachlichen Mann antreffen werden.“[17] Am 12. Februar 1950 traf Gründgens für drei Tage zu Verhandlungen in Berlin ein.[18] Seinen Vertrag hatte er zu diesem Zeitpunkt in Düsseldorf noch nicht verlängert, was die Ernsthaftigkeit seiner Gesprächsbereitschaft unterstrich. Verhandelt wurde über die Intendanz des Schiller-Theaters, das nach Reuter im September 1950 wiedereröffnet werden sollte, was Gründgens allerdings bezweifelte – und damit Recht behielt. Zudem wurde über das Hebbel-Theater und ganz am Rande über das Renaissance-Theater und die Generalintendanz aller städtischen Bühnen gesprochen.[19] Es war allen Beteiligten bewusst, dass sich Gründgens in einem Zwiespalt befand zwischen seinem Wunsch, nach Berlin zurückzukehren, und seiner offen kommunizierten Furcht vor der Berliner-Theaterkritik.[20] Der Prozess der Verhandlungen wurde dann auch von einer zum Teil kritischen Berichterstattung über seine Person begleitet.
Insbesondere war es ein Artikel des damaligen Starkritikers Friedrich Luft in der Neuen Zeitung, der nach Gründgens die Verhandlungen „torpedierte“.[21] Der Beitrag erschien zwischen zwei Gesprächen, die Gründgens mit Stadtrat May und Oberbürgermeister Reuter in Berlin führte, wobei bei dem zweiten Gespräch auch Heinz Tietjen anwesend war, in dessen Wohnung die Unterredung stattfand. Bei diesem zweiten Gespräch präsentierte Gründgens den Artikel von Luft und sagte gegenüber Reuter resümierend, enttäuscht und getroffen: „Sehen Sie, das ist der Grund, warum ich im Augenblick nicht nach Berlin zurückkommen kann.“[22] Bereits zuvor hatte er im Hinblick auf die Berliner Presse noch dramatischer formuliert: „[W]ozu soll ich nach Berlin kommen? Damit mich die Berliner Kritik mit Dreck bewirft?“[23] Dabei mag seine Aversion gegenüber der Berliner Presse[24] neben persönlichen Vorbehalten auch teilweise als Vorwand gedient haben, da er in Berlin einen Erwartungsdruck verspürte, den er vor dem Hintergrund eines veränderten Theaterverständnisses kaum erfüllen zu können glaubte und dessen Erfüllung er möglicherweise auch gar nicht anstrebte. Die aufkommenden Zweifel ließen ihn gegenüber Ernst Reuter sagen: „Mein Talent zum Theater besteht darin, dass ich konsequent die Behauptung aufstelle, 2 x 2 sei 4. Ich tue das allen genial und genialischen Gegenbeweisen zum Trotz […]. Mit einem Wort: ich traue mich nicht.“[25] Gegenüber Boleslaw Barlog wurde Gründgens noch deutlicher: „Aber ich fürchte ein bißchen, daß meine Art, Theater zu machen, zu simpel und einfallslos ist, um in der heutigen Situation als ein Fortschritt gewertet zu werden.“[26]
Die Absage an Reuter erfolgte mittels eines Telegramms, in dem es salomonisch hieß: „Bin nach reiflicher Ueberlegung der Meinung, daß meine Rückkehr nach Berlin im Augenblick nicht die von allen Teilen ersehnte Lösung ist.“[27] Anschließend gab es erneut zahlreiche Reaktionen von Seiten der Presse, die selbst Ernst Reuter zu beschwichtigen versuchte, wenn auch zu spät. Ein Hauptvorwurf bestand darin, dass Gründgens die Berliner Verhandlungen genutzt hätte, „um die Positionen im Westen auszubauen“.[28] Auch seine Empfindlichkeit gegenüber kritischen Presseveröffentlichungen blieb nicht unerwähnt. So war in Der Tag zu lesen: „Er ist immer peinlich überrascht und spielt den Unschuldigen, wenn sein Gehabe in der Öffentlichkeit schließlich einmal kritisiert werden muss.“[29] Und die Berliner Berichterstattung resümierend: „Es sei Gründgens aber wohl klar geworden, daß die Berliner Kritik nicht von vornherein ganz so enthusiastisch alle seiner Unternehmungen begrüßen würde.“[30] An dieser Stelle irrte der Autor, denn dies war Gründgens nicht erst jetzt bewusst geworden. Knappe drei Monate nach der erfolgten Absage schrieb Gründgens an Boleslaw Barlog, der zu diesem Zeitpunkt Intendant des Schlosspark Theaters in Berlin war und letztlich Intendant des Schiller-Theaters werden sollte.[31] Ihm gegenüber sprach Gründgens von der tiefen Verletzung, die er durch die Berliner Berichterstattung erlitten hatte: „Ich bin noch vollkommen verstört über meinen Berliner Besuch, seine Interpretation durch die Presse, die auch nicht durch offizielle Erklärungen der Berliner und Düsseldorfer Oberbürgermeister zu bewegen war, der Wahrheit ein Quentchen Ehre zu geben.“[32] Barlog war es dann, der Gründgens ein Jahr nach den gescheiterten Verhandlungen einen Regieauftrag und damit die Rückkehr nach Berlin anbot. Der Annahme standen aber weiterhin die von Gründgens erlebten Berliner Vorgänge entgegen, die auf den Theatermacher eine traumatische Wirkung gehabt haben müssen. Das Thema nicht fallen lassend, schrieb er an Senator Joachim Tiburtius, um ihn um Hilfe zu bitten, seine Person exkulpierende Richtigstellungen öffentlich zu kommunizieren. „Es ist jetzt ein Jahr seit meinem Berliner Besuch vergangen, und die Wunde, die mir geschlagen worden ist, will nicht heilen. […] Nun hat Herr Barlog die Freundlichkeit gehabt, mich zu einer Inszenierung einzuladen, und ich merke, ich kann nicht nach Berlin kommen, wenn es nicht gelingt, eine Rehabilitierung durchzuführen und eine Fülle hässlicher und unwahrer, fast das Ehrenrührige streifender Verlautbarungen in irgendeiner Form zu dementieren.“[33] Zu einer derartigen Rehabilitierung kam es nicht.
Nun standen die ersten Berliner Festwochen bevor. Tietjen unterbreitete Gründgens das Angebot, die Neuproduktion von Oedipus Rex, einem Opern-Oratorium von Igor Strawinsky unter der musikalischen Leitung von Ferenc Fricsay, an der Städtischen Oper zu inszenieren. Gründgens ließ dieses Angebot verstreichen.[34] Seit den ersten Spielplan-Entwürfen der Berliner Festwochen war ein Gastspiel von Gründgens mit seinem Düsseldorfer Schauspielhaus angedacht.[35] Boleslaw Barlog hatte nun für das Theaterprogramm während der Festwochen im Schlosspark Theater eine Neuinszenierung der Cocktail Party von T. S. Eliot geplant.[36] Dieses Werk hatte am 9. Dezember 1950 seine sehr erfolgreiche deutsche Erstaufführung am Düsseldorfer Schauspielhaus erlebt – mit Gründgens als Schauspieler und Regisseur. Letztlich wurde die Produktion aus Düsseldorf zu einem Gastspiel ins Schiller-Theater eingeladen. Es war Barlog, der sich hierfür ins Benehmen mit Gründgens setzte. Auch die Träger der Festwochen hielten dieses Gastspiel für eine Bereicherung und die Kosten von 6.000 Deutschen Mark je Aufführung wurden genehmigt. Nun war aber die Zeit schon weit vorangeschnitten und die Drucklegung des endgültigen Programmes lag an. Zu diesem Zeitpunkt gab es allerdings noch keine endgültige Zustimmung von Gründgens. Tietjen insistierte nun drei Tage vor der Drucklegung, im Juli 1951, mittels eines Express-Briefes bei seinem „lieben Freund Gründgens“[37] und bat um dringende Zusage sowie darum, dass Gründgens als Schauspieler selbst am Gastspiel teilnimmt. Dabei setzte Tietjen auf die Karte, für welche Gründgens so empfänglich war, nämlich dass „die Berliner ‚Ihren Gründgens‘ ja auch gerne auf der Bühne sehen“[38] möchten. Nach Gründgens eigenen Aussagen war es auch der Wunsch von T. S. Eliot selbst, der ihn zu einer Annahme des Gastspiels bewog.[39] Dennoch standen die Aufführungen kurz vor der Eröffnung der ersten Berliner Festwochen noch einmal auf der Kippe. Tietjen war zu dieser Zeit als Person überaus starker Kritik ausgesetzt und Gründgens sprang ihm bei.[40] Er telegrafierte an Volksbildungssenator Tiburtius rund drei Wochen vor Beginn des Festivals: „Ich bin sehr betroffen über die Art, mit der ein Teil der Berliner Öffentlichkeit nach den peinlichen Skandalen um Fritz Kortner[41] und Werner Krauss [sic!][42] nunmehr die Person des mir aus langer gemeinsamer Arbeit verbundenen Herrn T i e t j e n diskutiert. Das geschieht in einem Augenblick, in dem Herr Tietjen massgebend das Gesicht der Berliner Festwochen bestimmt und ohne abzuwarten, ob die gegen ihn erhobenen Anschuldigungen berechtigt sind. Ich halte diese Art der Eröffnung der Westberliner Festwochen für so unwürdig, dass ich mich davon zu distanzieren wünsche und meines Ensembles und meine Teilnahme mit aufrichtigem Bedauern hiermit absage.“[43] Diese Aktion kann eher als ein nachdrücklicher öffentlicher Beweis der Freundschaft zwischen Gründgens und Tietjen bewertet werden denn als ernstgemeinte Drohung, das Gastspiel tatsächlich platzen zu lassen. Was das Urteil der Presse über die Aufführungen der Cocktail Party anging, sollte Gründgens später schreiben: „Ich wusste vorher, was mir blühte“[44] – eine Einschätzung, die sich als durchaus zutreffend erweisen sollte. Dabei hatte er vor Beginn des Gastspiels sogar dem ihn schmähenden Kritiker Friedrich Luft, den er für die gescheiterten Verhandlungen um die Intendanz des Schiller-Theaters mitverantwortlich machte, einen sarkastischen Brief geschrieben und ihm die Empfehlung gegeben, „einen Cocktail aus Ihren verschiedenen mir in den letzten vier Jahren erwiesenen Liebenswürdigkeiten zusammenzusetzen und ihn am Tage meines Auftretens in Berlin zu veröffentlichen, damit wenigstens von vornherein allen klar ist, daß ich als der Watschn-Mann der Berliner Festspiele nach Berlin komme.“[45]
Mit dem Gastspiel bei den Berliner Festwochen kam es zur direkten künstlerischen Konfrontation mit der Berliner Berichterstattung, die Gründgens lange gemieden hatte. Sie sollte zu einer Art Sollbruchstelle in Gründgens’ Theaterleben werden, da ein großer Teil der Presse ihm unverblümt spiegelte, wo er nach ihrer Ansicht zu diesem Zeitpunkt im deutschen Theaterleben der Nachkriegsjahre stand und worin er sich zunehmend zu verlieren bzw. zu verstricken schien. Dabei war Gründgens selbst bewusst, dass er kein „Neuerer“ im Theaterbetrieb war, wie er auch gegenüber Barlog zugab: „Mir fällt weder ein, dem Carlos ein drittes Bein aus Pappe anzukleben, noch Romeo und Julia bei geschlossenem Vorhang zu spielen. So etwas Ähnliches muss man ja wohl tun, wenn man künstlerisch taufrisch erscheinen will. (Ich will es übrigens überhaupt nicht.)“[46] Die Kritiken für Die Cocktail Party fielen zu großen Teilen negativ aus. So war in Der Kurier zu lesen: „Hier ‚waltet‘ Geschwätz, und der salbadernde Scharlatan-Arzt Sir Henry Harcourt-Reilly […] wird wirklich zum genauen Selbstbildnis des Mannes, der es veranstaltete. [...] Was Gründgens […] zeigt, ist übersteigertes, perfektioniertes, aus eiskaltem Intellekt hervorgetriebenes Star-Theater. […] Das ist gewiß eine hohe artistische Darbietung, sehr dekorativ, sehr bestaunenswert und beklemmend. Eine Schaustellung eher denn ein Schauspiel.“[47] Und auch Friedrich Luft übte erneut Kritik, in Die Neue Zeitung schrieb er: „Gründgens, der seinen Part mit einer fast psalmodierenden Langsamkeit anlegte, kam so nicht an das Interesse und das Verständnis. Es wurde eine langwierige und dunkle Exerzitie, eine theatralische Lustbarkeit nicht.“[48] Im Berliner Anzeiger war zu lesen: „Was wir geschlagene dreieinhalb Stunden über uns ergehen lassen mußten, hieß Die Cocktail Party […]. Wer hat eigentlich dieser Gründgens-Inszenierung in Düsseldorf zum Erfolg verholfen? In Berlin ist’s keiner.“[49] Gründgens Ressentiments gegenüber Berlin steigerten sich daraufhin zu einer Art Phobie. Unmittelbar nach dem Gastspiel sagte Gründgens eine Regie von Don Giovanni, die für Dezember 1951 an der Städtischen Oper geplant war, ab.[50] Noch im September 1952 mit der Berliner Presse und dem „angeblichen“ Misserfolg des Gastspiels Die Cocktail Party hadernd, schrieb er an den Vorsitzenden des Vereins Berliner Journalisten: „Wie darf [man] […] schreiben, daß ich über das Debakel mit der Cocktail Party nicht hinwegkomme.“[51]
Gründgens sollte noch mindestens zwei weitere Male Kandidat für eine mögliche Intendanz in Berlin sein. Bald nach der Eröffnung des Schiller-Theaters kam es 1952 zu einem Konflikt des Volksbildungssenators Tiburtius mit dem Intendanten der Staatlichen Schauspielbühnen Berlins, Boleslaw Barlog. Im Frühjahr 1952 reiste Tiburtius nach Düsseldorf, um mit Gründgens über einen möglichen Wechsel nach Berlin zu sprechen.[52] Nach allem, was Gründgens mit und in Berlin erlebt hatte, lehnte er das Angebot ab. Im Anschluss an das Gespräch telegraphierte Tiburtius Gründgens: „Sehr bewegt von unserem Gespräch, das mir erstmals Einblicke in die Zusammenhänge vermittelte, bemühe ich mich, […] entstandene Mißdeutungen und daraus erwachsene seelische Hemmungen für ihre Arbeit in Berlin zu überwinden.“[53] Als im Dezember 1952 Tiburtius weiter auf die Entlassung Barlogs drängte, wurde Gründgens wohl letztmalig als möglicher Kandidat für die Intendanz des Schiller-Theaters bzw. der Städtischen Schauspielbühnen Berlins gehandelt.[54] So telegrafierte Tietjen an Gründgens’ Adoptivsohn und Lebenspartner Peter Gorski: „Übermittelt freundlichst Gründgens meine ohne Auftrag und ganz persönliche Anfrage ob irgendwelche Aussichten bestehen, dass Gründgens hiesige Städt. Schauspielbühnen übernimmt.“[55] Obwohl Tietjen telegrafierte, dass die Anfrage von ihm ausging, war sie in Wirklichkeit in Abstimmung mit Senator Tiburtius erfolgt.[56] Gründgens sagte auch diese Offerte ab.
Es sollte acht Jahre bis zu den Berliner Festwochen 1959 dauern, bis Gründgens noch einmal auf einer Berliner Bühne zu erleben war. Im Rahmen eines Gastspiels des Deutschen Schauspielhaus Hamburg spielte er die Rolle des Mephisto in Faust II. Wieder stand das Berliner Publikum treu zu ihm.[57]
[1] Hermann Göring ernannte Tietjen zum Preußischen Staatsrat, zudem wurde er mit dem „Goldenen Parteiabzeichen“ ausgezeichnet. Als Generalintendant der Preußischen Staatstheater, enger Vertrauter Winifred Wagners und Leiter der Bayreuther Festspiele von 1931 bis 1944 gilt er als eine der prägenden Figuren des nationalsozialistischen Kulturbetriebs und wurde später insbesondere wegen seiner opportunistischen Haltung kritisiert. Nach Kriegsende beauftragte ihn Generaloberst Nikolai Bersarin mit dem Wiederaufbau des Berliner Theaterwesens ab Juni 1945. Dagegen erhob jedoch der Dirigent Leo Borchard, der die NS-Zeit in innerer Emigration und im aktiven Widerstand verbracht hatte, Einspruch und verlangte Tietjens Entlassung. Damit begann ein mehrjähriges Entnazifizierungsverfahren, das Tietjen letztlich unbeschadet überstand. Nach seiner Entlastung wurde ihm 1948 vom Berliner Magistrat erneut die Leitung der Deutschen Oper übertragen.
[2] Besetzung: Gustaf Gründgens als Sir Henry Harcourt-Reilly (der unbekannte Gast / Psychiater), Marianne Hoppe als Celia Coplestone, Günther Lüders als Edward Chamberlayne, Elisabeth Flickenschildt als Mrs. Julia Shuttlethwaite, Paula Denk als Lavinia Chamberlayne, Kurt Langanke als Peter Quilpe, Adolf Dell als Alexander MacColgie Gibbs, Ali Wonka als Sekretärin, Albert Beßler als Diener; Regie: Gustaf Gründgens, Bühnenbild: Herta Boehm.
[3] Gustaf Gründgens: Wirklichkeit des Theaters, Frankfurt am Main, 1953, S. 151.
[4] Vermerk von Stadtrat Walter May an Oberbürgermeister Ernst Reuter vom 12.12.1949, LAB B Rep 007 Nr. 88.
[5] Gründgens an Oberbürgermeister Reuter am 29.12.1949, LAB B Rep 007 Nr. 88.
[6] Vgl. Hannes Reinhardt (Hrsg.): Das bin ich, München, 1970, S. 203.
[7] Es wurde über Inszenierungen von Giuseppe Verdis Falstaff und Mozarts Don Giovanni gesprochen. Bereits im Mai 1932 hatte Gründgens während der Intendanz Carl Eberts an der Städtischen Oper äußerst erfolgreich Jacques Offenbachs Opéra bouffe Die Banditen inszeniert.
[8] Heinz Tietjen an Gustaf Gründgens am 10.2.1949, LAB B Rep 007 Nr. 88.
[9] Gründgens an Tietjen am 10.3.1949, LAB B Rep 007 Nr. 88.
[10] Tietjen, zu Händen Herrn Kleyersburg (Hauptamt Kunst) am 24.3.1949, LAB B Rep 007 Nr. 88.
[11] Vgl. Gründgens an Stadtrat May am 25.11.1949, LAB B Rep 007 Nr. 88.
[12] Vgl. beispielhaft Stadtrat May an Herrn Fridolin Flohr am 11.10.1949, LAB B Rep 007 Nr. 88.
[13] Herbert Pfeiffe: Neue Eisen im Feuer, in: Der Tagesspiegel vom 28.2.1950, LAB B Rep 007 Nr. 88.
[14] Curt Riess: Gustaf Gründgens, Hamburg, 1965, S. 317.
[15] Stadtrat May formulierte auch ein eigenes Geburtstagsschreiben an Gründgens. Neben der Würdigung der Leistungen Gründgens wurde wieder die Berliner Theatergemeinde in den Vordergrund gestellt, die Gründgens sehnlichst erwarten würde. Vgl. May an Gründgens am 17.12.1949, LAB B Rep 007, Nr. 88.
[16] Oberbürgermeister Reuter an Gründgens in Düsseldorf am 19.12.1949, LAB B Rep 007 Nr. 88.
[17] Gründgens aus Düsseldorf an Oberbürgermeister Reuter am 29.12.1949, LAB B Rep 007, Nr. 88.
[18] Vgl. Telegramm von Gründgens aus Düsseldorf an Stadtrat May am 6.2.1950, LAB B Rep 007 Nr. 88.
[19] Vgl. Gründgens an Volksbildungssenator Joachim Tiburtius am 9.2.1951, zitiert nach: Rolf Badenhausen und Peter Gründgens-Gorski: Gustaf Gründgens: Briefe Aufsätze Reden, Hamburg, 1967, Taschenbuch 1970, S. 215.
Um Gründgens für seine Pläne und bei der Wahl eines Theaters eine gewisse Entscheidungsfreiheit zu verschaffen, hatte man bereits das gesamte Personal des Hebbel-Theaters zum 31.7.1950 gekündigt. Zudem wurde die Verlängerung des Pachtvertrages des Hebbel-Theaters hinausgeschoben, während gleichzeitig Verhandlungen über die Anmietung des Renaissance-Theaters aufgenommen wurden. Vgl. Kleyersburg an Stadtrat May am 14.2.1950, LAB B Rep 007 Nr. 88.
[20] Vgl. Vermerk von Stadtrat May an Oberbürgermeister Reuter vom 12.12.1949, LAB B Rep 007 Nr. 88.
[21] Gründgens an Volksbildungssenator Tiburtius am 9.2.1951, zitiert nach: Rolf Badenhausen und Peter Gründgens-Gorski: a.a.O., S. 215.
[22] Ebenda.
[23] Gründgens zitiert nach: Jetzt wird es ernst, Herr Intendant, in: Der Abend vom 13.2.1950, LAB B Rep 007 Nr. 88.
[24] An dieser Stelle sei angemerkt, dass verallgemeinernd von „Berliner Presse“ zu sprechen nicht ganz korrekt ist, da Gründgens auch starke Befürworter in Berlin hatte. Beispielhaft seien Walter Karsch vom Tagesspiegel und der Schriftsteller Curt Riess genannt.
[25] Gründgens an Oberbürgermeister Reuter am 20.2.1950, zitiert nach: Rolf Badenhausen und Peter Gründgens-Gorski: a.a.O., S. 212.
[26] Gründgens an Boleslaw Barlog am 11.5.1950, zitiert nach: Rolf Badenhausen und Peter Gründgens-Gorski: a.a.O., S. 213.
[27] ohne Autor: Rückkehr in Etappen – Was Gründgens an Reuter telegraphierte, in: Der Tagesspiegel vom 26.2.1950, LAB B Rep 007 Nr. 88.
[28] Autor: -er, Zur Absage von Gründgens, in: Der Tag vom 26.2.1950, LAB B Rep 007 Nr. 88.
[29] ohne Autor: Fährt Gründgens zweigleisig, in: Der Tag vom 1.8.1950, LAB B Rep 007 Nr. 88.
[30] -er, Zur Absage von Gründgens, in: Der Tag vom 26.2.1950, LAB B Rep 007 Nr. 88.
[31] Die Ernennung erfolgte am 1.12.1950.
[32] Gründgens an Barlog (Intendant Schlosspark Theater) am 11.5.1950, zitiert nach: Rolf Badenhausen und Peter Gründgens-Gorski: a.a.O., S. 213.
[33] Gründgens an Oberbürgermeister Reuter am 9.2.1951, zitiert nach: Rolf Badenhausen und Peter Gründgens-Gorski: a.a.O., S. 214.
[34] Vgl. Tietjen an Gründgens am 27.7.1951, LAB B Rep 014 Nr. 307. Das Werk wurde letztlich von Adolf Rott inszeniert.
[35] Vgl. Aktenvermerk von Kleyersburg an May am 21.10.1950, LAB B Rep 014 Nr. 2577.
[36] Vgl. Über die künstlerischen und sportlichen Pläne für die September Festwochen 1951, Tietjen vom 15.2.1951, B Rep. 014 Nr. 1301.
[37] Tietjen per Express-Brief an Gründgens am 27.7.1951, LAB B Rep 014 Nr. 3072.
[38] Ebenda.
[39] Gründgens an Friedrich Luft am 8.9.1951, zitiert nach: Rolf Badenhausen und Peter Gründgens-Gorski: a.a.O., S. 216.
[40] Ein Telegramm aus dem Jahr 1961 bezeugt Gründgens tiefe Freundschaft zu Tietjen: „Nie werde ich vergessen welche entscheidende Rolle sie in meinem Leben gespielt haben.“ Telegramm Gründgens an Tietjen am 24.6.1961, AdK, Carl-Ebert-Archiv, Nr. 253.
[41] Nach dem Krieg wollten die amerikanischen Alliierten Fritz Kortner nicht auftreten lassen: „Ich bekam Schwierigkeiten mit den Amerikanern wegen Fraternisierens mit den Deutschen […].“ Fritz Kortner: Aller Tage Abend, München, 1959, S. 441.
Am 3.12.1950 hatte dann im Hebbel-Theater seine Inszenierung von Schillers Don Carlos Premiere, bei der er auch den König Philipp spielte. Die Aufführung wurde u. a. durch antisemitische Zwischenrufe des Publikums begleitet und zu einem der größten Theaterskandale der Nachkriegszeit. Vgl. Peter Schütze: Fritz Kortner, Hamburg, 1994, S. 100.
[42] Am 8.12.1950 kam es zu einem Gastspiel des Burgtheaters im Theater am Kurfürstendamm auf Einladung des Berliner Senates mit Henrik Ibsens John Gabriel Borkman. Am Tag der ersten Aufführung versuchten Demonstrant*innen, sich Zugang zum Theater zu verschaffen. Grund dafür war die nationalsozialistische Vergangenheit des Schauspielers Werner Krauß.
Vgl. Proteste in Berlin gegen Theateraufführung mit Werner Krauß, 8.12.1950, zuletzt aufgerufen am 7.7.2026, unter: swr.de/swrkultur/wissen/archivradio/proteste-in-berlin-gegen-theaterauffuehrung-mit-werner-krauss-100.html.
[43] Gründgens’ Telegramm aus Düsseldorf am 17.8.1951 an Volksbildungssenator Tiburtius, LAB B Rep 014 Nr. 3072.
[44] Gründgens an Walter Karsch am 17.9.1952, zitiert nach: Curt Riess: a.a.O., S. 319.
[45] Gründgens an Luft am 8.9.1951, zitiert nach: Rolf Badenhausen und Peter Gründgens-Gorski: a.a.O., S. 216.
[46] Gründgens an Barlog am 11.5.1950, zitiert nach: Rolf Badenhausen und Peter Gründgens-Gorski: a.a.O., S. 213.
[47] Edwin Montije: Auf einer „Cocktail Party“ im Schiller-Theater, in: Der Kurier vom 25.9.1951.
[48] Friedrich Luft: T. S. Eliot: „Die Cocktail Party“, in: Die Neue Zeitung vom 26.9.1951.
[49] Joachim Mühlberg: Unterrichtsfach Seelenkunde, in: Berliner Anzeiger vom 26.9.1951.
[50] Vgl. Telegramm von Tietjen an Adolf Rott (Regisseur und Oberspielleiter der Städtischen Oper) vom 11.10.1951, AdK, Berlin, Heinz-Tietjen-Archiv, Nr. 622.
[51] Gründgens an Karsch am 17.9.1952, zitiert nach: Curt Riess: a.a.O., S. 319.
[52] Vgl. Curt Riess: a.a.O., S. 318.
[53] Telegramm von Volksbildungssenator Tiburtius an Gründgens in Düsseldorf, zitiert nach Curt Riess: a.a.O., S. 318.
[54] Vgl. AdK, Berlin, Franz Wallner-Basté, Kasten 25, Tagebuch 1952, Eintrag 1.-3. und 6.12.1952.
[55] Telegramm von Tietjen vom 7.12.1952 an Peter Gorski, Düsseldorf, Goethestrasse 95. AdK, Berlin, Heinz-Tietjen-Archiv, Nr. 407.
[56] Vgl. AdK, Berlin, Franz Wallner-Basté, Kasten 25, Tagebuch 1952, Eintrag 2.12.1952.
[57] Ein Jahr später wurde bei den Berliner Festwochen 1960 die Verfilmung von Faust I – Gründgens’ Inszenierung am Deutschen Schauspielhaus – im Zoo Palast uraufgeführt.