Drei Frauen und ein Mann sitzen um einen kleinen Tisch herum, hinter ihnen der Schriftzug Theatertreffen. Die Frau ganz rechts hat ein Mikrofon in der Hand.
Postcolonialism in Ukranian Culture
© Berliner Festspiele

Koloniale Verantwortung und andauernde postkoloniale Prozesse sind die Themen einer Diskussion über die generationsübergreifenden Erfahrungen und Subjektivität der heutigen Ukraine.

Mit

Franziska Davies Autorin und Osteuropa-Historikerin
Vasyl Cherepanyn Philosoph und Leiter des Visual Culture Research Center
Magda Szpecht Regisseurin, Künstlerin und Journalistin

Moderation: Alona Karavai Kuratorin und Vorstandsvorsitzende der internationalen Organisation MitOst e.V.

Die Veranstaltung wird gefördert durch die Bundeszentrale für politische Bildung/bpb.

  • Bundeszentrale für politische Bildung/bpb

Zusätzliche Informationen vom Ukrainischen Institut.

  • Ukrainisches Institut

Das Verständnis der Folgen kolonialer Herrschaft für ehemalige oder bestehende Kolonien und die kolonisierenden Länder wird üblicherweise mit der invasiven Kommunikation der „westlichen“ mit der „nicht-westlichen“ Welt in Verbindung gebracht. Unter dem Einfluss der sich verlagernden Optik des Okzidentalismus reicht das kritische Potenzial einer Analyse der post-sowjetischen Situation aus, um die Fernsicht auf Kolonialisierungsprozesse auf die direkte „Nachbarschaft“ einzustellen und die Folgen zu betrachten. Generationsübergreifende Zeugnisse und Erfahrungen der ukrainischen Bevölkerung im Hinblick auf politische, wirtschaftliche, sprachliche und widerständige Bewegungen bilden ein modernes Modell des postkolonialen Kampfes und des entschlossenen Einsatzes für Völker und Staaten, die einst durch das russische Kaiserreich, die Sowjetunion und nun die russische Föderation kolonisiert wurden und werden.