Vier Frauen sitzen an zwei kleinen Tischen, hinter ihnen der Schriftzug Theatertreffen. Die Frau ganz rechts hat ein Mikrofon in der Hand.
Women at War
© Berliner Festspiele

Die Veranstaltung wird gefördert durch die Bundeszentrale für politische Bildung/bpb.

  • Bundeszentrale für politische Bildung/bpb

Zusätzliche Informationen vom Ukrainischen Institut.

  • Ukrainisches Institut

Gespräch | Theatertreffen 2023

Women at War

Die feministische Agenda konzentriert sich heute auf Frauenrechte in der Ukraine, sexuelle Gewalt im Krieg und den Schutz von Menschenrechten. Gleichzeitig haben sich Freiwillige, Soldatinnen, Autorinnen, Regisseurinnen, Führungskräfte, Künstlerinnen, Ärztinnen, Musikerinnen, Wissenschaftlerinnen und viele mehr der Aufgabe verschrieben, die Wahrheit über den Krieg gegen die ukrainische Bevölkerung im Ausland zu verbreiten.

Mit

Kateryna Pryimak Rettungssanitäterin, Aktivistin und Leiterin Ukrainian Women Veteran Movement
Yuliia Paievska (Taira) Rettungssanitäterin und Kommandantin der Freiwilligeneinheit „Engel von Taira”
Gesine Dornblueth Autorin und freie Hörfunkjournalistin

Moderation Heike Winkel Kulturwissenschaftlerin, Projektmanagerin und Referentin Projektgruppe Mittel-, Ost- und Südosteuropa der Bundeszentrale für politischen Bildung/bpb

Frauen sind ein sichtbarer Teil des Kriegs in der Ukraine, und zwar nicht nur als Flüchtende oder Überlebende. In den vergangenen Jahrzehnten ist die Anzahl der ukrainischen Frauen in Armee, Politik, Menschenrechtsorganisationen, Leitung von Freiwilligenorganisationen, Zivilgesellschaft und Wirtschaft rapide gestiegen. Derzeit besteht ein Viertel der ukrainischen Armee aus Frauen. Gleichzeitig verändert sich das bestehende Gender-Paradigma und Mitglieder der LGBTQ+-Community verteidigen die Ukraine gemeinsam mit anderen Bürger*innen, sowohl in den ukrainischen Streitkräften als auch in der Territorialverteidigung. Zudem arbeiten sie in Freiwilligeninitiativen und als Sanitäter*innen. Auch wenn die ukrainische Gesellschaft bisher weitgehend homophob bleibt, erhöht die Sichtbarkeit von Frauen in sozialen Bewegungen und in der Armee doch die Möglichkeit von Veränderung.
Der neunjährige russisch-ukrainische Befreiungskrieg hat zugleich ein weibliches und ein männliches Gesicht. Oder, besser gesagt, weibliche und männliche Gesichter. Darüber hinaus hat es ein Gesicht aus vielen Nationen, vielen Religionen und vielen Gender.