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MaerzMusik 2026: Trailer

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Trailer MaerzMusik 2026, Illustration: Peter Ablinger „Piano Piece für Klaus Rinke von Andrew Smith” 2015, Musik: Peter Ablinger „Song for Less” 2020, Design: 3pc
© Berliner Festspiele / MaerzMusik
In diesem Jahr heißt MaerzMusik Sie erneut in einem Raum willkommen, in dem das Zuhören zu einer Form des Miteinanders wird. Die diesjährige Festivalausgabe entfaltet sich als offener künstlerischer Ort sowie als Laboratorium und reagiert auf eine Zeit voller Unsicherheiten, Umbrüche und Möglichkeiten. Komponist*innen, Künstler*innen, Musiker*innen und Partner*innen aus unterschiedlichen Kontexten kommen zusammen, um Ideen auszutauschen und Werke miteinander zu teilen, die sich verschiedenster musikalischer Sprachen bedienen. Ihre Stücke befassen sich mit den Strukturen und Texturen der Gegenwart und spinnen einen feinen, aber merklichen roten Faden durch das Programm: Klang lehrt uns neue Arten des Zusammenlebens, die Entwicklung von Alternativen und die Erneuerung unserer Wahrnehmung der Welt.

Entstanden im Januar 2026

Verfügbar seit 11. Februar 2026

1 Min

Wortmarke MaerzMusik

Eröffnet wird das Festival durch das Klangforum Wien mit Georg Friedrich Haas’ monumentalem Stück 11.000 Saiten – ein mikrotonales Erlebnis, das die Sinne weitet. Die immersive Konzertinstallation für 50 Klaviere wird im MaHalla, einer ehemaligen Fabrikhalle in Oberschöneweide, zur Aufführung gebracht und berührt jene Fragen, die MaerzMusik seit Langem beschäftigen: Wie können wir die Beziehung zwischen Bühne und Publikum neu denken? Wie können wir jenseits der tradierten Strukturen neue Hörgewohnheiten etablieren? Was überhaupt gilt als Musik – und warum?

Bei seinem zweiten Auftritt bewegt sich das Klangforum Wien in einem Matinee-Konzert durch archipelische Klänge – mit einem neuen Auftragswerk von Laure M. Hiendl und Kompositionen von Luxa M. Schüttler und Gerhard Stäbler. Das Ensemble Dedalus präsentiert im Rahmen seines Festivaldebüts Stücke von Éliane Radigue, Catherine Lamb und Pascale Criton, welche die Materialität des Klangs erforschen. Dedalus würdigt überdies den kürzlich verstorbenen Komponisten und Klangphilosophen Peter Ablinger.

Meredith Monk ist die diesjährige Gewinnerin des Großen Kunstpreises Berlin der Akademie der Künste, den die Künstler*innensozietät im Auftrag des Landes Berlin verleiht. Die Universalkünstlerin ist eine einzigartige Stimme in der zeitgenössischen Kunst und bei MaerzMusik 2026 in einem Preisträger*innen-Konzert zu erleben. Die Sopranistin Juliet Fraser wiederum entdeckt in ihrem performativen Konzert Lament – a ritual of letting go verloren geglaubte Stimmwelten jenseits klassischer Musiksphären neu.

Einen ganz eigenen Platz in der Geschichte der Musik nimmt die amerikanische Composer-Performerin Ellen Fullman mit ihrem Long String Instrument ein, das in der St. Elisabeth- Kirche auf die Musiker*innen des JACK Quartet trifft. Diese bis zu 30 Meter lange Installation, die aus Dutzenden parallel gespannter Saiten besteht, widersetzt sich den Symmetrien und Harmoniegesetzen herkömmlicher Saiteninstrumente. Sie wird durch Pelle Schillings LongStringInstallation, die sich zwischen den Bäumen im Garten des Festspielhauses aufspannt, tiefgehender erforscht.

Vibration und Resonanz sowie die Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Harmoniesystemen sind wiederkehrende Themen im Programm von MaerzMusik 2026. Dazu gehört auch der unkonventionelle Umgang mit Saiteninstrumenten durch den Kontrabassisten Florentin Ginot und die Cellistin Okkyung Lee. Während Lee ihre Improvisationspraxis für Berliner Musiker*innen öffnet, verknüpft Ginot die transhumanen Ansätze von Carola Bauckholt und Lou Kilger im Garten des Festspielhauses. Das Ensemble KNM Berlin erkundet mit Werken von Fang-Yi Lin, Tine Surel Lange, AnA Maria Rodriguez und Zesses Seglias, auf welche Weise Mythen und transzendente Begegnungen mit individuellen Erfahrungen verschmelzen.

Im Radialsystem präsentiert Jan St. Werner gemeinsam mit Erwan Keravec, Dirk Rothbrust und Louis Chude-Sokei Music for Commons Sensed++. Komponierter Klang steht im Fokus dieses kollaborativen Projekts und bringt akustische Impulse, Zuhörer*innen und Raum miteinander in Verbindung. In Cybernetic Entanglement vertieft Viola Yip gemeinsam mit Ken Ueno ihre Praxis als Instrumentenbauerin durch ein außergewöhnliches Klang-Kostüm für zwei Performer*innen.

Das erneut von Wojtek Blecharz co-kuratierte Finale des Festivals nimmt Fragestellungen des ersten Teils von I AM ALL EARS (2025) auf und erweitert diese: Wie lassen sich normative Formen der Präsentation und Rezeption von Musik aufbrechen und verändern? Wie können Musik und Klang für die Zuhörer*innen zu einer körperlichen Erfahrung werden? Der Theatersaal öffnet seine Türen, die Bühne dehnt sich aus und das Gebäude wird selbst zu einem hörenden Körper.